Predigten


Hier findet Ihr eine Auswahl an Predigten aus unseren Gottesdiensten:


Predigt über 1. Mose 12, 1 - 9
Mit der Geschichte des Abram beginnt etwas Neues. Im Gegenüber zu den ewig wahren Symbolgeschichten vom Anfang, tritt mit Abram eine quasi "historische" Persönlichkeit auf den Plan. Abram wird zum Urvater Israels und mit ihm beginnt die Geschichte des jüdischen Volkes.
Etwas Neues beginnt: Gott ruft Abram heraus aus allen Bezügen der Vergangenheit in sein eigenes Leben! Da, wo er ist kann er und soll er nicht bleiben. Gott ruft ihn in den Aufbruch ins Ungewisse ohne Sicherheiten. Abram hört den Ruf des Lebens, nimmt seine Lebensweg unter die Füsse und zieht los. Er lässt das Vertraute hinter sich, sein Zuhause und seine Sicherheiten, die ihm das Leben in der Sippe geboten haben. Er gibt die alten Traditionen, den Glauben seiner Väter auf und hört auf den Ruf Jawhes. mehr...


Predigt über 2. Mose 3, 1 - 15
Gottesbegegnungen - ein weites Feld! Wenn wir die Bibel aufschlagen, egal ob in Alten oder Neuen Testament, dann ist das immer die Mitte: Menschen berichten davon, wie sie in ihrem Leben und in ihrer Zeit Gott erfahren haben und wie sie ihn verstanden haben im Kontext ihres Lebens und ihrer Zeit. (...)
Die Gottesbegegnungen und Gotteserfahrungen sind also nicht objektive, ewige und für alle gültigen Wahrheiten, sondern sie schildern uns in ihrer bunten Vielfalt wie reich der Fächer der Möglichkeiten ist, Gott zu erfahren - ganz persönlich und subjektiv.
Sie machen uns Mut, unserer Sehnsucht nach Gott folgend, eigene Wege zu gehen und unsere eigenen Entdeckungen zu machen. mehr...


Predigt über Hiob 36, 16a
Mit einer Weisheitsgeschichte aus dem vorderen Orient, möchte ich Euch auf eine Zeitreise einladen. Unsere Geschichte ist so eine ganz Alte, die man sich vor gut sechs- bis siebentausend Jahren erzählt hat und die viel später dann ihren Platz in der biblischen Überlieferung gefunden hat.
Wer sich darauf einlassen mag, kann dabei entdecken: Es ist auch hier so, wo immer wir hingehen: immer nehmen wir uns mit und begegnen uns und unseren Lebensfragen wieder neu in den Bildern und Geschichten der Menschheit, mögen sie noch so alt sein. mehr...


Predigt über Jesaja 43, 1 - 3
Ich habe dich bei deinem Namen gerufen...
Jesaja, der Prophet, der diese Worte im Auftrag Gottes an seine Zeitgenossen weitergegeben hat, hat in der Zeit um 700 Jahre vor Christus gelebt. Das sind also Worte aus sehr alter Zeit.
Jesaja schreibt die Worte an Deportierte, an Menschen, die aus ihrer Heimat Israel nach Babylon verschleppt waren und die dort, inzwischen in der zweiten Generation, als Fremde in fremden Land lebten.
Sie lebten ein Leben, das sie nicht gewählt hatten, unter Menschen, deren Sprache und Gebräuche, deren Götter und Religionen fremd geblieben sind. mehr...


Predigt über Prediger 3, 1 - 11
Alles hat seine Zeit, alles Vorhaben hat seine Stunde.
Diese Worte klingen faszinierend und gleichzeitig banal. Kennen wir doch. So ist das Leben: auf Sonne folgt Regen - das Lachen folgt dem Weinen, die Dinge sind im Fluss, die Ereignisse wechseln.
Was hier beschrieben wird, scheint nichts besonderes. Das war immer so - wird auch so bleiben, solange Menschen leben. Das scheint die natürliche Ordnung.
Trotzdem: eine eigentümliche Faszination geht von diesen schlichten Sätzen aus. Eine grosse Gelassenheit dem Leben gegenüber strahlt durch sie hindurch. Alles scheint im Lot. mehr...


Predigt über Jesaja 40, 1 - 5
Tröstet, tröstet mein Volk ...
Ermutigung und Trost spricht Jesaja den Glaubenden seiner Tage in schwerer Zeit zu: Seid bereit, bereitet den Weg - denn: Gott kommt! Eine Zusage, die Erwartung und Sehnsucht bei denen weckt die sie hören.
Die Erwartung des Glaubens hat immer diese eine Richtung - dass Gott kommt und dass das die Verhältnisse ändert. "In der Wüste bereitet dem Herrn den Weg!" Eben da in der Wüste beginnt in Jesus Christus Gottes Weg mit uns Menschen. In Jesu kommt Gott in unsere Welt, in diese Welt wie sie halt ist mit allem Licht und Strahlen und all der Finsternis. Im Stall wir er geboren: armselig und lichtvoll !
Und er will zu uns kommen, zu uns so wie wir sind mit unseren lichtvollen und dunklen Seiten. Da braucht nichts aus-geklammert oder ausgespart zu werden. mehr...


Predigt über Matthäus 14, 22 - 33
Da sind noch die vielen Menschen, die Jesus gefolgt waren, ihn zu hören und zu erleben. Jesus hat gelehrt und geheilt, hat den vielen Brot gegeben, Brot und Fisch und alle waren sie satt geworden. Ein langer Tag ist vorbei. Es ist spät. Müdigkeit breitet sich aus. Es ist Zeit, sich jetzt hier nicht festzusetzen, sondern sich zurückzuziehen. Es ist Zeit, den Platz zu verlassen, wo man dem Wunder so nahe war. Es ist Zeit, das Wunderbare in seinem Herzen zu bewahren und damit weiterzugehen.
Wie oft mag sich das in unserem Leben ereignen, dass wir uns festsetzen, ja manchmal festzukrallen an den guten Erfahrungen, an diesen schönen und beglückenden Momenten der Klarheit und der Liebe in unserem Leben. Da wegzugehen ist nicht so einfach. Wer von uns möchte nicht das Gute, das Glück, die Liebe dingfest machen. mehr...


Predigt über Matthäus 28, 1 – 6
Das Grab ist leer! Erst war alles zu Ende, aussichtslos!
Dann das leere Grab - der Neuanfang! Wir selbst müssen an diesen Punkt kommen, wo wir am Ende sind, um neu anzufangen! Ein Neuanfang ist immer Risiko, aber auch Chance. mehr...


Predigt über Markus 7, 24 – 30
Wie reagiert Jesus hier? Wir kennen Jesus als den, der, wenn er gebeten wird, hilft. Und oft hilft er sogar ungebeten. Hier, dieser Frau gegenüber verhält er sich aber ganz anders: Frau, mit dir will ich nichts zu tun haben! Man wirft Hunden nicht das Brot der Kinder vor.
Jesus reagiert kühl und schroff. Er sagt der verzweifelten Mutter: Du bist eine Ausländerin, er nennt sie sogar eine Hündin. Er weist sie ab. Für dich bin ich nicht zuständig.
Wir alle haben Abweisung erfahren, wurden verletzt. mehr...


Predigt über Markus 8, 22 – 26
Ist das nicht eine schöne Geschichte, die uns der Evangelist Markus in wenigen Sätzen erzählt? Ein Mann wird zu Jesus gebracht, hilflos und blind. Zu seiner Zeit ein Chancenloser, ein Bettler, der angewiesen ist auf die Barmherzigkeit der Leute von deren Almosen er lebt. Und er geht von Jesus weg als ein Sehender, zurück in sein Leben, zurück in sein Haus. Er geht "wiederhergestellt" wie der Text es sagt. Das heisst doch sein Leben wird heil, sein Leben findet wieder zurück zum Reichtum und der Fülle, die Gott uns allen verheissen hat. mehr...


Predigt über Lukas 10, 38 – 42
Während Martha als tüchtige Hausfrau und Gastgeberin Jesus und seine Jünger in ihrem Haus als Gäste willkommen heißt und dadurch allerlei zu tun hat, setzt sich Maria zu Jesus und hört ihm zu. Als Martha daraufhin ärgerlich reagiert, stellt Jesus klar: Man muß sich erst von Jesus dienen lassen, bevor man dienen kann. Man muß erst auf Gottes Wort hören, bevor man zur Tat schreiten kann. Jesus provoziert Martha, und Jesus provoziert auch uns! Es gibt etwas Wichtigeres als unseren Fleiß und unseren Erfolg! mehr...


Predigt über Johannes 13, 1 - 17
Das Geschehen von dem der Text uns berichtet hat seinen historischen Ort in der Passion Jesu: Jesus ist zur Feier des Passahfestes nach Jerusalem gezogen, so wie viele Tausend andere Pilger auch, die sich auf den Weg zum Tempel gemacht haben. Als er hineinzieht nach Jerusalem wird er von den Menschen begeistert empfangen.
Jesus entzieht sich schon bald dem Beifall der Menge. Er zieht sich mit seinen Jüngern am Abend zurück, um ein letztes mal in Ruhe mit ihnen zusammen zu sein, ehe dann wenig später seine Verhaftung geschieht. Wahrscheinlich war es eine eher bedrückte Stimmung. Auf dem Weg nach Jerusalem hatte Jesus davon geredet, dass die Sache dort nicht gut ausgehen würde für sie alle. mehr...


Predigt über Johannes 20, 24 – 29
Thomas. Er gehört zum engeren Kreis der Jüngerinnen und Jünger. Er war nicht anwesend, als Jesus den Jüngern erschien und sie in die Nachfolge gesandt hat, sie autorisiert hat, Sünden zu vergeben und zu behalten. Selbstbewusst erzählen sie nun: wir haben den Herrn gesehen. Thomas muss sich ausgeschlossen fühlen.
Du warst nicht dabei als das Wichtigste passierte. Du hast ja nicht erlebt wie... Thomas zweifelt, oder sagen wir, gibt sich als Wissenschaftler: was ich nicht selbst gesehen und erlebt habe, glaube ich nicht. Mehr als nur Sehen will er, er möchte tasten, anfassen. mehr...


Predigt über 1. Johannesbrief 3, 19 - 21
Das sind Worte aus einer sehr fernen Zeit, sie führen uns zurück in die Zeit, wo Christen sich darin versuchten, ihren Glauben zu leben und zu bewahren. Sie waren frei von den dogmatischen Zwangsjacken späterer Jahrhunderte, waren weitgehend frei von festgelegten Regelwerken, was zu tun oder zu lassen richtig sei. mehr...


Predigt zum Thema Heilende Gemeinschaft
Dass das Thema bei unserer Vorbereitung plötzlich im Raum stand kommt sicher nicht von ungefähr. Da ist all unseren früheren, gegenteiligen Erfahrungen zum Trotz, noch Raum für die Vision und die Sehnsucht geblieben, dass das möglich sein kann, Gemeinde als "Heilende Gemeinschaft" zu erleben.
Als wir miteinander begonnen haben vor 1½ Jahren, war das die Zielvision. Auf dem Hintergrund unserer je eigenen Verletzungen und Negativ-Erfahrungen war nicht zu erwarten, dass "heilende Gemeinschaft" uns vom Himmel fällt, sondern dass damit eine Aufgabe beschrieben ist, die uns herausfordert, mitzutun. Eine Herausforderung, neue Erfahrungen mit uns selbst und den vielfältigen Möglichkeiten von Beziehung und Gemeinschaft zu machen. mehr...



1. Mose 12, 1-9
2. Mose 3, 1 - 15
Hiob 36, 16a
Prediger 3, 1-11
Jesaja 40, 1-5
Jesaja 43, 1-3

Matthäus 14, 22-33
Matthäus 28, 1–6
Markus 7, 24–30
Markus 8, 22–26
Lukas 10, 38-42
Johannes 13, 1-17
Johannes 20, 24–29
1. Joh. 3, 19-21



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